angeborene Kugelzellenanämie

Die angeborene Kugelzellenanämie ist eine erbliche Erkrankung, die mit einer Veränderung der roten Blutkörperchen (Erythrozyten) einhergeht. Rote Blutkörperchen werden im Knochenmark gebildet. Sobald sie reif sind, gelangen sie in den Blutkreislauf.

Die roten Blutkörperchen sind von einer Wand (Membran) umgeben, die für ihre Stabilität sorgt und für die Abgabe und Aufnahme von verschiedenen Stoffen und Flüssigkeiten, wie Wasser oder Salzen, verantwortlich ist. Bei der angeborenen Kugelzellenanämie liegt ein Wanddefekt (Membrandefekt) der Erythrozyten vor. Durch das Fehlen bestimmter Bestandteile wird die Erythrozytenmembran durchlässiger. So können beispielsweise Wasser oder Salze leichter einströmen. Daraufhin verändert sich die Form der normalerweise beidseitig eingedellten roten Blutkörperchen: sie werden kugelförmig und deshalb Kugelzellen (Sphärozyten) genannt. Die veränderte Form führt dazu, dass die Milz die Erythrozyten als „Fremdkörper“ einstuft und sie deshalb schneller abbaut (Hämolyse). Deshalb leiden die Betroffenen an Blutarmut (Anämie).
Die angeborene Kugelzellenanämie ist in Mitteleuropa die bei weitem häufigste angeborene hämolytische Anämie. In Deutschland geht man derzeit von 17.000 Patienten aus.

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